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Wenn mann sich für einen Pudel entschieden hat, wie schon zuvor Albrecht Dürer, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und viele andere Prominente, wird man dem Charme des Pudels bald erlegen sein. Damit die Integrierung in die Familie klappt, gibt es einige Dinge zu beachten. Sind Kinder in der Familie, haben Eltern die Aufgabe, Verantwortung zu übertragen und das Tier artgerecht zu behandeln.
Hunde sind kein Spielzeug! Der Welpe bleibt nicht ein so kleines niedliches Wollknäuel, das Tier wird auch mal krank und alt und es bedarf lebenslang der menschlichen Fürsorge. Wer dazu bereit ist, kann sich auf einen treuen Begleiter freuen.
Zur Grundausstattung gehören:
Ein weiches Halsband und eine Leine. Ein Schlafkörbchen oder eine Hundematte (waschbar) wo sich auch der ausgewachsene Hund noch ausstrecken kann. Futter- und Wassernapf, speziell für Pudel konisch geformt, damit die Ohrenbehänge sauber und trocken bleiben. Kamm und Bürste zur Fellpflege. Geeignetes Spielzeug. Ein Beisskorb (ist in öffentlichen Verkehrsmitteln meist Pflicht)
Gleich nach Ankunft zeigt man dem Welpen sein neues zu Hause und weist ihm seinen Schlafplatz zu. Er schliesst sich dem Menschen an, der sich am Meisten mit ihm beschäftigt und der ihn füttert. Die ersten Nächte können zu einer harten Probe für die Zweibeiner werden. Der Welpe fühlt sich einsam, sodass hier Durchsetzungsvermögen gefragt ist. Ein Mitbringsel aus der Welpenstube, aber auch ein alter Schuh oder ein ungewaschenes Kleidungsstück können ein guter Trost als Ersatz für seine Wurfgeschwister sein.
Wie wird der Welpe stubenrein!
Zunächst weiss der Hund nicht, dass er etwas falsch macht, wenn ein Malheur passiert. Bestrafung nützt gar nichts! Der Besitzer hat es in der Hand, schon bei den ersten Anzeichen einer Entleerung, wie Schnüffeln und im Kreis drehen, muss der Welpe sofort ins Freie gebracht werden. Hat er sich gelöst wird er reichlich belohnt. Diese Prozedur wiederholt sich anfangs aller zwei Stunden, nach dem Schlafen, Fressen oder Trinken. Wenn das konsequent durchgeführt wird, macht sich der Hund von selbst bemerkbar, um sich im Freien ein Lob für das Lösen abzuholen Bei aller Erziehung kommt es auf den Ton an. Geht es in der Regel ganz gelassen und freundlich zu, wird ein streng ausgesprochenes Wort andere Strafen überflüssig machen. Sollte doch einmal Strafe nötig sein, dann hilft ein Griff in den Nacken, so wie es die Hundemutter auch gemacht hat.
Das Hochheben erfolgt durch Umfassen des Brustkorbes, die andere Hand stützt das Hinterteil ab. Niemals an den Vorderläufen hochheben. Ein junger Hund sollte weder springen noch Treppen laufen um Schäden an Vorder - und Hinterläufen zu vermeiden.
Die Grundkommandos “Komm, Sitz, Platz” sollte jeder Hund befolgen können. Mit einer langen Leine kann man den Hund bei “Komm” zu sich ziehen. Mit Lob und Leckerlis begreift er bald. Ist er doch einmal weggelaufen und kommt wieder, wäre ein Tadel falsch, den er hat immer Lob fürs Kommen erhalten. Die “Straftat” liegt viel zu lange zurück. Für “Sitz” drückt man das Hinterteil zu Boden, für “Platz” drückt man noch zusätzlich den Nacken nach unten.
Zeigen sie ihrem Hund, dass sie sich über korrekt ausgeführte Kommandos freuen und vergessen sie nie Leckerlies und Lob. Die nächsten Kommandos wären dann “Steh, Aus” und das Stöckchen bringen..
Besonders wichtig für einen Pudel ist die Fellpflege. Erst gegen den Strich bürsten, einen groben und zum Schluss einen feinen Kamm verwenden. Die Krone nach vorne kämmen. Niemals auf den Kopf fassen.
Wer berücksichtigt, täglich ca. zwei Stunden Zeit für den Pudel zu reservieren, wird nicht enttäuscht werden und viel Zuneigung und Treue zurückbekommen. Das erste Jahr, vom kleinen Tolpatsch zum erwachsenen Hund, die Fortschritte aber auch die Missgeschicke sind eine tolle Erfahrung für jeden Hundehalter.
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